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Über Schrägkugellager

Schrägkugellager nehmen radiale und axiale Kräfte gleichzeitig auf, wobei die Axialkraft nur in eine Richtung gestützt wird. Möglich macht das der Druckwinkel: Innen- und Außenlaufbahn sind so versetzt, dass die Kugeln die Last unter einem Berührungswinkel (üblich 15, 25 oder 40 Grad) übertragen. Einreihige Lager werden deshalb meist paarweise eingebaut, etwa in O- oder X-Anordnung oder in Tandem, um die Welle in beide Richtungen zu führen und vorzuspannen. Sie laufen ruhig, sind drehzahlfest und nach DIN 628 bezeichnet; typische Einsätze sind Spindeln, Pumpen und Getriebe. Anders als ein Rillenkugellager, das vorwiegend radiale und nur kleine Axialkräfte in beide Richtungen trägt, ist das Schrägkugellager auf gerichtete kombinierte Lasten ausgelegt. Für höchste Laufgenauigkeit bei Werkzeugmaschinen sind die enger tolerierten Spindellager im benachbarten Bereich zu finden. Achtet auf Druckwinkel, Anordnung und die richtige Vorspannung.