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Über Kegelrollenlager

Kegelrollenlager nehmen hohe Kräfte radial und axial in einer Richtung auf und sind damit für kombinierte Belastungen ausgelegt. Ihre kegeligen Rollen laufen zwischen einem kegeligen Innenring (Kegel) und Außenring (Schale), deren gedachte Kegelspitzen sich auf der Lagerachse treffen; dadurch rollen die Rollen schlupffrei ab. Das Lager ist trennbar: Der Innenring mit Rollenkranz und der Außenring lassen sich getrennt montieren, was Ein- und Ausbau erleichtert. Da ein einzelnes Lager die Axialkraft nur in eine Richtung stützt, werden Kegelrollenlager meist paarweise in O- oder X-Anordnung eingebaut und über das Lagerspiel eingestellt oder vorgespannt. Typische Einsätze sind Radlagerungen, Getriebe und Spindeln. Anders als ein Schrägkugellager mit punktförmigem Kugelkontakt tragen die Linienkontakte der Kegelrollen höhere Lasten, allerdings bei geringerer Drehzahl. Metrische Lager sind nach DIN ISO 355 bezeichnet. Achtet beim paarweisen Einbau auf die korrekte Spiel- oder Vorspannungseinstellung.