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Über Rillenkugellager

Rillenkugellager sind die meistverwendeten Wälzlager und nehmen überwiegend radiale sowie mäßige axiale Kräfte in beide Richtungen auf. Tiefe Laufrillen in Innen- und Außenring führen einen einreihigen Kugelkranz, der für geringe Reibung, ruhigen Lauf und hohe Drehzahlen sorgt. Die Lager sind selbsthaltend und werden offen oder mit Deckscheiben (2Z) beziehungsweise Dichtscheiben (2RS) als wartungsfreie, fettgefüllte Einheit geliefert; gängige Maße folgen DIN 625 und den Reihen 60, 62 und 63. Anders als ein Schrägkugellager, das Axialkraft nur in eine Richtung und unter Vorspannung aufnimmt, trägt das Rillenkugellager axial beidseitig, jedoch in begrenztem Umfang. Gegenüber dem Pendelkugellager fehlt ihm die Winkelbeweglichkeit, sodass Welle und Gehäuse fluchten müssen. Vom einbaufertigen Spannlager unterscheidet es sich durch den genau tolerierten Wellensitz mit Presssitz. Rillenkugellager finden sich in Elektromotoren, Getrieben, Pumpen, Lüftern und nahezu jedem allgemeinen Maschinenbau.