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Über Vierpunktlager

Vierpunktlager sind einreihige Schrägkugellager mit geteiltem Innenring, deren Kugeln die Laufbahnen an vier Punkten berühren und dadurch Axialkräfte in beiden Richtungen aufnehmen. In einer einzigen, schmalen Lagerreihe ersetzen sie ein angestelltes Schrägkugellagerpaar und sparen so Bauraum in axialer Richtung. Der zweigeteilte Innenring erlaubt eine hohe Kugelzahl und damit eine große axiale Tragfähigkeit; radiale Lasten sollten dagegen nur gering bleiben. Gängige Ausführungen folgen den Reihen QJ 2 und QJ 3. Anders als ein Schrägkugellager, das Axialkraft nur in eine Richtung stützt, trägt das Vierpunktlager beidseitig. Vom Axial-Rillenkugellager, das ausschließlich axial belastbar ist und keine Welle radial führt, unterscheidet es sich durch die kombinierte, überwiegend axiale Lagerung in einem Ring. Kreuzrollenlager nehmen darüber hinaus Kippmomente auf, bauen aber aufwendiger. Vierpunktlager finden sich in Getrieben, Werkzeugmaschinen und Antrieben, wo wechselnde Axialkräfte auf wenig Raum aufzunehmen sind.