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Über Pendelkugellager

Pendelkugellager sind zweireihige Kugellager mit kugeliger Außenlaufbahn, die Fluchtungsfehler und Wellendurchbiegungen ausgleichen und überwiegend radiale Lasten aufnehmen. Da der Außenring eine durchgehende Hohlkugelbahn besitzt, kann sich der Innenring mit den beiden Kugelreihen frei einschwenken, sodass sich das Lager selbst einstellt. Die geringe Reibung erlaubt höhere Drehzahlen, die axiale Tragfähigkeit bleibt jedoch begrenzt; gängige Maße folgen DIN 630 und den Reihen 12, 13, 22 und 23. Im Unterschied zum Rillenkugellager, das starr läuft und fluchtende Sitze verlangt, verzeiht das Pendelkugellager Winkelfehler. Gegenüber dem ebenfalls winkelbeweglichen Tonnenlager, das mit Tonnenrollen eine höhere Radialtragzahl erreicht, bleibt das Pendelkugellager reibungsärmer und schneller. Vom Pendelrollenlager unterscheidet es sich durch die geringere Belastbarkeit bei gleicher Selbsteinstellung. Eingesetzt werden Pendelkugellager dort, wo mit Ausrichtfehlern zu rechnen ist, etwa in langen Wellen, Transmissionen und Förderanlagen.