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Über Spannstifte

Spannstifte, auch Spannhülsen genannt, sind hohle, längs geschlitzte Stifte aus Federstahl, die beim Einsetzen zusammengedrückt werden und sich durch ihre Federkraft im Bohrloch verspannen. Sie sitzen fest und spielfrei in einer einfach gebohrten Aufnahme, gleichen Toleranzen aus und lassen sich bei Bedarf wieder austreiben. Typische Aufgaben sind das Verbinden und Sichern von Bauteilen, Gelenk- und Scharnierstifte, das Festlegen von Naben, Hebeln und Anschlägen sowie das Sichern von Achsen und anderen Stiften. Gängige Bauformen sind die schwere, geschlitzte Ausführung nach DIN 1481 und die leichte nach DIN 7346; daneben gibt es gerollte Spiralspannstifte. Material ist meist Federstahl, für korrosive Umgebungen Edelstahl. Im Unterschied zu massiven Zylinderstiften, die eine geriebene Passbohrung brauchen, kommen Spannstifte mit einer normalen Bohrung aus und federn; gegenüber Kerbstiften sind sie hohl und nachgiebiger. Achtet auf Durchmesser, Länge und Ausführung (schwer oder leicht) passend zu Bohrung und Belastung.