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Über Kerbstifte

Kerbstifte sind Stifte mit drei eingepressten Längskerben, deren aufgeworfenes Material beim Eintreiben elastisch zusammengedrückt wird und sich gegen die Bohrlochwand verspannt. Dadurch halten sie sicher in einer einfachen, gebohrten Aufnahme - ein präzises Reiben des Lochs wie bei Zylinderstiften ist nicht nötig, was Zeit und Kosten spart. Eingesetzt werden sie zum festen Verbinden, Sichern und Befestigen, etwa als Achs- und Gelenkstifte, zum Fixieren von Naben und Hebeln, als Anschlag oder zum Halten von Bauteilen. Je nach Form gibt es Kegel-, Pass-, Zylinder-, Steck- und Knebelkerbstifte der Normenreihe DIN 1471 bis DIN 1475, jeweils für unterschiedliche Aufgaben. Material ist meist Stahl, für korrosive Umgebungen auch Edelstahl. Im Unterschied zu glatten Zylinderstiften, die ihre Passung aus einer geriebenen Bohrung beziehen, sorgen bei Kerbstiften die Kerben selbst für den festen Sitz; gegenüber federnden Spannstiften sind sie massiv. Achtet auf Bauform, Durchmesser und Länge passend zur Bohrung und zur gewünschten Haltekraft.