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Über Messinghartlote

Messinghartlote sind Hartlote auf Kupfer-Zink-Basis, die mit höheren Arbeitstemperaturen als Silberhartlote arbeiten und sich vor allem zum Löten von Stahl, Kupfer, Rotguss und Temperguss eignen. Sie liefern feste, gut belastbare Verbindungen zu vergleichsweise niedrigem Materialpreis, weil sie ohne den teuren Silberanteil auskommen. Im Gegenzug liegt ihre Löttemperatur höher, was eine kräftigere Wärmequelle wie einen Autogenbrenner verlangt und empfindliche Bauteile stärker belastet. Typische Einsätze sind Stahlbau, Fahrrad- und Gerüstbau, Reparaturen an verzinkten Teilen sowie das Verbinden unterschiedlicher Metalle. Erhältlich sind Stäbe und Drähte, blank oder flussmittelumhüllt; für blanke Varianten ist ein passendes Hartlötflussmittel erforderlich, das die Oxidschicht löst und den Lotfluss sichert. Wo niedrigere Temperaturen, feinere Spalte oder besonders fließfreudiges Lot gefragt sind, sind Silberhartlote die bessere Wahl; für farblich an Edelstahl angepasste Nähte eignen sich Neusilberhartlote.