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Über Lötwasser

Lötwasser ist ein flüssiges Flussmittel für das Weichlöten und wird vor dem Löten dünn auf die gereinigte Fügestelle aufgetragen, meist mit dem Pinsel. Es löst Oxide an und sorgt dafür, dass das Lot die Metalloberfläche benetzt und sauber verläuft. Typischerweise auf Zink- oder Ammoniumchlorid basierend, ist es vergleichsweise aktiv und damit gut für unedle Metalle geeignet: verzinkte Bleche und Dachrinnen, Kupfer, Messing und Stahl. Genau das macht es zum Klassiker in Klempnerei, Sanitär und Spenglerei. Sein Vorteil gegenüber zäheren Flussmitteln ist die dünnflüssige Konsistenz, mit der sich auch größere Flächen schnell benetzen lassen. Weil Lötwasser säurehaltig ist, sollten Rückstände nach dem Löten gründlich entfernt werden, um spätere Korrosion zu verhindern – für die Elektronik ist es wegen seiner Aktivität nicht geeignet. Soll das Flussmittel an senkrechten Flächen oder in Rohrfittings besser haften, ist Lötfett aus der Nachbarkategorie die passendere Wahl; für feine Elektronikarbeiten greift ihr zu milder Lötpaste oder einem Kolophonium-Flussmittel.