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Über Siebhülsen

Siebhülsen sind gitterförmige Hülsen, die chemische Befestigungen in Hohl- und Lochsteinen erst möglich machen. Sie werden ins Bohrloch gesteckt, anschließend wird Injektions- oder Verbundmörtel eingespritzt: Der Mörtel drückt durch die Siebwand und verkrallt sich formschlüssig in den Hohlräumen des Steins, statt nutzlos in die Kammern zu laufen. So entsteht auch in Hochloch- und Lochziegeln, Hohlblocksteinen oder Kalksand-Lochsteinen eine tragfähige Verankerung für Gewindestangen und Anker. Siebhülsen gibt es aus Kunststoff oder Metall in verschiedenen Längen und Durchmessern, passend zu Bohrloch, Steindicke und Ankergröße. Eingesetzt werden sie überall dort, wo Mauerwerk nicht massiv ist – etwa bei Geländern, Markisen, Konsolen und Vordächern an Lochstein-Fassaden. In Vollbaustoffen wie Beton oder Vollziegel sind sie nicht nötig; dort wird der Mörtel aus der Nachbarkategorie direkt ins Bohrloch verarbeitet. Achtet auf die zur Mörtel-Zulassung passende Hülsengröße.