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Über Gewindedichtungen anaerob

Anaerobe Gewindedichtungen sind flüssige bis pastöse Dichtungen, die unter Luftabschluss im Kontakt mit Metall aushärten und Gewindeverbindungen gleichzeitig abdichten und sichern. Nach dem Auftragen auf das gereinigte Gewinde füllt die Dichtung die Gewindegänge vollständig aus und vernetzt im verschraubten Zustand zu einer festen, medienbeständigen Schicht, die das Lösen durch Vibration verhindert. Je nach Festigkeit reichen die Typen von niedrigfest und leicht demontierbar bis hochfest. Eingesetzt werden sie an metallischen Rohr-, Hydraulik- und Pneumatikverschraubungen, an Verschlussschrauben und Fittings, wo sie Flüssigkeiten und Gase druckdicht zurückhalten. Da die Aushärtung Metallkontakt und Luftabschluss voraussetzt, eignen sie sich nicht für Kunststoffgewinde. Anders als PTFE-Bänder oder Dichtfäden wirken sie chemisch aushärtend statt rein mechanisch.