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Über Gehäusescheibe

Die Gehäusescheibe ist die gehäuseseitige Laufscheibe eines Axial-Wälzlagers und nimmt dort den Kugel- oder Rollenkranz auf. Ihr Außendurchmesser ist mit einer genauen Zentrierpassung gefertigt und richtet das Lager zum Gehäuse aus; die Bohrung ist größer als die der zugehörigen Wellenscheibe und nur gedreht, da sie nicht auf der Welle sitzt. Genormt sind die Scheiben in DIN 616 beziehungsweise ISO 104 und mit dem Vorsetzzeichen GS gekennzeichnet. Es gibt sie mit ebener oder kugeliger Sitzfläche: Die kugelige Ausführung gleicht zusammen mit einer Unterlagscheibe kleine Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse aus. Die Wellenscheibe als bewegtes Gegenstück führt ihr unter dem passenden Eintrag. Achtet beim Tausch darauf, Wellen- und Gehäusescheibe nicht zu verwechseln, denn die Gehäusescheibe hat stets die größere Bohrung.